Kritik: HUNTERS (Amazon Prime, 2020)
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Kritik: HUNTERS (Amazon Prime, 2020)

February 28, 2020


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  1. Ist euer Podcast bei Spotify weg ich finde den nicht mehr der ist nirgends zu finden ich brauche Alpers sanfte Stimme zum einschlafen

  2. Die Serien und Filme wie Hunters wecken Hass auf Menschen die mit der damaligen Zeit gar nichts zu tun haben, es gibt eben viele Menschen die nicht denken können, das trifft auf Neonazis wie auch Antifas mehrheitlich zu, die nutzen solche Sachen als Ausrede für Gewalttätigkeiten gegen Menschen.
    Hunters ist nicht schlecht aber in Zeiten wo die Faust bei zu vielen Leuten locker sitzt und die Schrauben im Kopf noch lockerer betrachte ich solche Formate auch entsprechend kritisch.

  3. Also ich hab bisher nur die erste Folge gesehen und dort werden Nazis direkt als ultra coole Superschurken dargestellt, dass es mir ehrlich gesagt schon zuwider war. Dann noch die ganzen Sprüche "Der Talmud hat Unrecht. Die beste Vergeltung ist nicht ein gutes Leben zu führen. Die beste Vergeltung ist Vergeltung." Dazu die gewollt – weiß nicht mal wie ich das beschreiben soll – stilistischen Darstellungen der Hunter. Dämlichste Dialoge, Logik-Löcher ohne Ende. Zum Beispiel fällt mir da spontan ein wie mehrfach der Satz wiederholt wird "Du hast gefunden was ich nicht finden konnte" oder so ähnlich, dabei hat der Junge das Bild von Pacinos Wand und außerdem wäre er fast zwei Mal gestorben bei der Aktion, nur Pacinos Auftauchen hat ihn gerettet. Daraus wird dann irgendwie gebastelt, dass er ja doch ein nützlicher Hunter wäre usw. Macht für mich alles vorne und hinten keinen Sinn. Ich find die Darstellungen absolut ekelhaft. Der Stil gefällt mir gar nicht. Aber abgesehen davon, dass ichs geschmacklos finde, stört mich am meisten wie dumm die Folge ist. Das einzige was mich weiter zu schauen lassen würde, ist der Spaß daran wie ultra böse die Nazis in dieser Serie sind, aber dann kriege ich einfach nicht aus meinem Kopf, dass die Nazis eben real waren und ich so eine Darstellung einfach moralisch nicht sehen möchte. Ich finde es falsch sich an erfundenen Nazi-Super-Verbrechen zu ergötzen. Moralisch finde ich die Serie abstoßend. Gut gemacht finde ich sie auch nicht. Unterhaltsam ist sie aber schon. Auf grauenhafte Art und Weise.

  4. Liebe wie vielseitig die Review ist! Das Eingehen auf Kritiken und das zugehörige Statement des Showrunners, das Hintergrundwissen zum Nazisploitation-Kino und eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Film macht die Review wirklich informativ und gibt ihr einen Mehrwert 🙂

  5. Hab die Tage die ersten beiden Folgen geschaut und die Serie ist schon krass aber irgendwie auch richtig gut finde ich.
    Bin gespannt wie es da weiter geht

    und ich muss sagen ich hab bei z.B. dem Schachspiel oder auch der Castingshow nicht wirklich gedacht das es 1 zu 1 so passiert ist sondern einfach die Grausamkeit und absurdität von damals widerspiegeln sollte.
    Klar hätte es so passieren können aber ich habe die Serie eben auch nie als Doku angesehen sondern eben an Fiktion.
    Eine Fiktion die eben auch die Grausamkeit von damals widerspiegeln sollte.

  6. Wieder einmal eine professionelle und gut strukturierte Kritik. Mittlerweile halte ich eure Filmkritiken und Bewertungen für die gerechtesten und die besten da ihr euch wirklich viele Gedanken darüber macht und alles recherchiert.

  7. Ob eine Serie jetzt mit "sensiblen" Themen eher fiktional oder realistisch umgeht ist mir egal, ich finde nur, dass die Serie story-technische Elemente schlecht umsetzt. Allein die Porträtierung von "Gut" und "Böse" ist so flach und langweilig, auch deswegen finde ich einen Vergleich mit Quentin Tarantino unverhältnismäßig, da seine Filme oftmals eine interessante Sichtweise auf die Motive des Bösen liefern. Zudem werden die Schurken charakterlich indifferent dargestellt. Zum einen besitzen die Nazis bereits Kontrolle in der Regierung, anderseits werden sie oftmals extrem idiotisch dargestellt. Auch die Darstellung der Strafverfolgungs-Institutionen pendeln zwischen "Beamte sind rassistisch, unfähig, etc" und trotzdem begegnen uns afroamerikanische Cops und eine der Protagonisten ist eine schwarze, lesbische FBI-Agentin.

  8. Finde Bösewicht die nicht nachvollziehbar sind schwer. Die Kritik hat mich abgeschreckt. Also denke ihr habt alles richtig gemacht 👍🏻

  9. Traumhafte Kritik!!! Ich hab das übertriebene sehr geliebt und bin auch der Meinung dass es in der Mitte einen Durchhänger gibt! Trotzdem freue ich mich auf die zweite Hälfte! Endlich mal wieder was anderes und dann auch noch so erstaunlich gut!

  10. Ich fand die Serie größten teils sehr unterhaltsam, nur die Logikfehler und die teilweise komplett dummen Aktionen von manchen Charakteren haben mich gestört.

  11. Hi Alper, Ich weiß des passt überhaupt nicht zum Thema aber ich hab mal gesehen das du ein Iron Maiden Shirt anhattest und es gibt da ne Band die Heißt Ultra-Violence evtl. nicht dein geschmack aber alle alben basieren Auf Uhrwerk Orange. Kein Plan ich fands cool und die musik ist gut also kannst ja mal anhören wenn du das überhaupt sieht

  12. Ich finde bei so einem sensiblen Thema wie dem Holocaust sollte man sich solche erfundenen Sachen in den KZ sparen. Das ist weder hilfreich, im Gegenteil, noch trägt es etwas zur Story bei. Die Kritik ist in dem Fall berechtigt, meiner Meinung nach.

  13. Ich find es vollkommen okay das Nazis als übertireben krausam dargestellt werden wenn es hier um einen rein künstlerischen Aspekt geht. Gemacht haben das schon viele Filme/Serien…. also amerikanische. Allerdings können sie anscheinend auch nichts anderes es muss immer übertrieben sein Nazis sind übertrieben böse, dumm, größenwahnisinnig und alle anderen schlechteb Eigenschaften. Kein größerer Amerikanischer Film versucht auch nur annährend Menschen darzustellen. In diesem Falle müsste man sich nämlich wirklich mit der Thematik auseinandersetzen. Ich glaube die Ersteller von Hunters sagen zwar sie haben dies getan, aber!

  14. Wenn sich Al Pacino bereiterklärt, bei einem Film mitzuspielen spricht das nicht zwangsläufig für den Film, er hat ja auch bei Jack und Jill mitgespielt.

  15. Ich wäre mir übrigens nicht mal so sicher dass die Nazis in echt nicht die bundeslade gesucht haben… Hitler hat viel in solche Hirngespinste gesteckt und den heiligen gral haben sie meines wissens tatsächlich gesucht

  16. In Schindlers Liste wurde die historische Figur Amon Göth auch "verharmlost". Er war in Wirklichkeit so grausam, dass Spielberg ihn etwas runterfahren musste, damit das Publikum ihn für realistisch hielt. Also eigentlich das Gegenteil von Hunters

  17. Ich bin nach 2,5 Folgen raus. Konnte mich gar nicht fesseln. Ein paar einzelne wirklich starke Szenen (Barbecue oder Schach) und sonst nur jede Menge Leerlauf, keine Identifikationsfigur & möchtegern "coole" Szenen. Hat absolut keinen Spaß gemacht…

  18. Könnt ihr was zu Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) bringen? Der Film hat zurzeit das 100. Jubiläum. Der AVGN (Cinemassacre) hat dazu neulich nochmal eine gute Kritik in Englisch gemacht. Hier der link: https://www.youtube.com/watch?v=D3EGeYvgl-A

  19. Es gibt diese Woche so viele werkel, für die man eine Kritik machen kann und ihr müsst euch für eine einzige entscheiden? Das ist ganz schön traurig für einen Kanal, der der beste der Welt sein will. Ich hoffe ihr kommt irgendwann wieder back to the roots…

  20. Ohne es gesehen zu haben kam mir der Gedanke "Inglorious Bastards – die Serie" … Leute die sich beschweren, dass solche Filme/Serien die Vergangenheit nicht richtig abbilden verstehen das Wort Stilmittel nicht.

  21. Ich fand die Serie sehr gut.

    Wenn Deutsche rumheulen, dass Nazis böse dargestellt werden, sollte man sowieso zweimal hinhören. 😀

  22. Mir ist gerade wieder die überaus hohe Qualität eurer KRITIKEN aufgefallen. Danke dafür. Unterhaltung und Wissen in einem!

  23. Für mich geht die Serie nicht. Wer den Holocaust anders darstellt als er war spielt damit den ganzen Holocaust-Leugnungen und Relativierungen unsere Zeit massiv in die Hände. Das will die Serie bestimmt nicht bewusst, ist aber das was sie unbewusst hinterlässt.

  24. Das Thema der Serie ist ein mehr als sensibles, vor allem in Deutschland. Ist halt das Kryptonit der Deutschen. Da verträgt man nichts. Und ja, bei der Darstellung der Geschehnisse in den Konzentrationslagern zur Nazizeit hat man den Rahmen der künstlerischen Interpretationsfreiheit für meinen Geschmack etwas zu weit ausgereizt. Das Thema ist interessant und die Brutalität der Szenen in der Serie stören mich auch nicht, aber leider werden viele Genres miteinander vermengt, vor allem die Comic-Einlangen empfinde ich als störend und wirken manchmal lächerlich. Die vielen Fäkalausdrücke und Beleidigungen sind allzu oft unpassend und einfach viel zu viel – haben in den 1970er-Jahren alles so geredet? Ansonsten ist die Serie durchaus interessant, aber man hätte noch viel mehr daraus machen können.

  25. Als Jude finde ich Hunters einfach furchtbar. Es werden grausame Holocaust Geschichten frei erfunden weil den Autoren die Shoah nicht grausam genug war 🙁

  26. Hab so meine Probleme mit dieser Serie: Der Storyplott ist sehr eindimensional! Zugeschnitten für den breiten amerikanischen Massengeschmack! Die Serie kann sich nicht entscheiden, ob sie dem Whack-the-NAZI-Weg folgen möchte(Frei nach Tarantino) oder sich ernsthaft mit dem Holocaust auseinandersetzen will! Die Serie tut so, als ob es Filme wie "American History X" oder "Schindlers Liste" nie gegeben hätte! Ich persönlich kann mit dieser Serie nichts anfangen! "The man in the Highcastle" ist qualitativ besser! Tarantino hatte in "Inglorious Basterds" diese Zwischentöne besser drauf und er hatte Daniel Brühl und nicht zu Letzt Christoph Waltz und andere gute deutsche Darsteller! Sieben Punkte ist mir zu großzügig für diesen auf Hochglanz polierten Trash! Im Besten Falle 4 von 10 und das wegen dem Cast! 👎👎👎

  27. Ich habe mit die Serie angesehen und fand sie gut. Auch wenn die Inhalte nicht ganz zu beweisen sind so hatten hohe Offiziere und Personen des Regime eben doch unbegrenzte Macht über die inhaftierten. Auch zeigt die Serie wie im folgenden kalten Krieg Kriegsverbrecher verschont wurden und man so die vielen jüdischen toten doch Verraten hat. Diskriminierung gegenüber Juden ist heute noch ein Problem und ist es nicht die Verantwortung der deutschen die Juden zu schützen anstatt wegzusehen? Historisch stehen wir vor allem bei den Juden in der Schuld. Den Menschen die damals unsere eigenen Leute waren und zu der wirtschaftlichen Bedeutung von Deutschland schwer beitrugen. Ein ungebildeter Österreicher hat mit einfachen Inhalten und Lügen Ingenuere, Ärzte und Physiker ermordet. Und die geflohenen entwickelten dann in den USA die Atombombe und andere Dinge.
    Hätte die Weimarer Republik sich gegen den Vertrag von Versailles aufgelehnt und das know how der Juden im Land gelassen dann wäre Deutschland heute weiterhin eine Weltmacht und das Ansehen der Deutschen hoch.

  28. Ich hab mir die ersten 9 Folgen angesehen und bin begeistert und berührt über diese Serie. Ich kann dir Kritik gut nachvollziehen. Trotzdem überwieg das positive. Jetz schau ich gerade Folge 10… und damit hätte wohl niemand gerechnet…

  29. Ich finde es geschmacklos. Ganz gleich was man sagt. Kann man zu stehen wie man möchte, jeder hat seine eigene Wertevorstellung, meiner entspricht es nicht. Jedoch steht es selbstverständlich jedem frei darüber selbst zu entscheiden.

  30. Fantastische Kritik, wirklich! Gut zusammengefasst, guter Blick ohne das sensible Thema kleinzureden.
    Was ich mir von eurem Kanal noch erwartet hätte: die ganze "Comic"-Präsenz in der Serie. Auch das war ein sehr eindeutiges Element, welches manchmal direkt von den Protagonisten aufgegriffen wurde, aber auch die Story, die Bilderzählung und die Dialoge sind direkt comichaft oder, vielleicht sogar eine Hommage.

    Also ich hätt mich über ein Kommentar eurerseits darüber gefreut, trotzdem: wunderbare Kritik, Alper! 🙂

  31. Der Vergleich mit der Bundeslade hinkt aber massiv. Die Nazis haben sehr wohl nach Okkultem und dem ewigen Leben gesucht. Da haben sich die Indianer Filme zurecht dran angelehnt. Die Indianer Filme sind auch klar definierte Acton Filme. JOJO- Rabbit is zwar auch nicht mein Fall, aber ist eben größtenteils eine Komödie. Das bei Hunters ist verquirlter schwachsinn. Der in einem moment ernst sein soll und zum nachdenken bringen, im nächsten moment aber total abstrus und wirklichkeitsfremd ist. Billige Unterhaltung mit teurem Set. So würde ich die Serie zusammen fassen.

  32. Mich persönlich widern derart primitive Filme an. Dieser ganze schwarz-weiß Mist ist in meinen Augen das schlechteste was man in einer Story machen kann, da es die spannende Frage warum Menschen schlechtes tun nicht ausreichend beleuchtet. Außerdem finde ich es höchst fragwürdig Juden als Verbrecher bzw Mörder darzustellen, aber gut ich kenne die Serie nicht, habe nur dieses Video hier gesehen. Davon abgesehen halte ich es für Geschmacklos das töten von Menschen zu glorifizieren bzw zu verharmlosen und historische Elemente falsch darzustellen (Leute ohne entsprechende Bildung könnten es als historisch korrekt ansehen). Für mich wirkt dieses Abfallprodukt der US-Filmindustrie plumb, unwürdig und Primitiv, vergleichbar zu "Inglorious basterds" und anderen Abscheulichkeiten. Es würde mich freuen wenn der Ami auch mal etwas inteligentes, historisch korrektes produzieren würde. Beispielsweise etwas vom Kaliber von "Band of Brothers" oder "The pacific".

  33. Die Review an sich ist aber sehr gelungen. Top Zusammenfassung ! Bei mir ergeben sich zwar völlig andere Schlüsse als beim Alper, aber das spricht ja eher für die Review das sie platz für positive und negative Interpretation der Serie erlaubt.

  34. Danke Alper – scheint ein guter Tip für mich zu sein. Man kann halt erwarten, dass sowas alle verstehen. Vielleicht muss man auch Comic-Fan sein, um sowas zu mögen.

  35. Auf Tarantino Level war die Serie noch lange nicht, dafür hätten einige Figuren mehr Überspitzung oder einfach auch ausgetauscht werden müssen.

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